Gerade erst im vergangenen Jahr war es zu erheblichen Streitereien zwischen Milchbauern, Molkereien und Einzelhandel gekommen. Die Preise für Milch und Milchprodukte waren derart tief gesunken, dass die Milcherzeuger Preise unter der Kostendeckung bekommen hatten. Seinerzeit wurden Kompromisse erzielt, womit alle Beteiligten einverstanden waren. Sogar viele Verbraucher hatten mit den Milchbauern sympathisiert und gerechtere Preise für die Erzeuger gefordert. Sicher ist es tatsächlich kaum oder gar nicht möglich, dass ein Landwirt mit vierzig Kühen von 25 €-Cent je Liter Milch existieren kann. Damit dürften kaum die Kosten gedeckt werden. Verständlich ist auch die entsprechende Existenzangst, die in der Tat berechtigt ist. Und genau diese berechtigten Existenzängste sind nicht nur bei Landwirten schlimm. Natürlich wird so mancher Milchbauer in recht großem Stil in seinen Betrieb investiert haben. Melkmaschinen und andere Geräte erfordern Investitionskosten, die natürlich auch wieder erwirtschaftet werden müssen. Computer erfassen die Milchmengen, die dann über eine Software verwaltet werden. Die Produktionsmenge wird mit Kosten versehen, schließlich fallen ja auch verschiedenste Aufwendungen an. Da könnte es sich auch für einen landwirtschaftlichen Betrieb lohnen, Kassen zu nutzen. Denn mit Kassensystemen und deren leistungsfähiger Kassensoftware können die gleichen Aufgaben erledig werden, wie mit PC-Lösungen und der spezifischen landwirtschaftlichen Software. Neben der Erfassung von Produktionsmengen kann ein Kassensystem in der Landwirtschaft noch viele andere Arbeitsschritte vereinfachen. So ist es möglich, mit Hilfe einer online-Verbindung der Molkerei aktuelle Zahlen vorhandener Mengen zu übermitteln. Außerdem können in der Kassensoftware Terminüberwachungen stattfinden, womit dann immer aktuell feststeht, wann beispielsweise der Molkereibetrieb Milch abholt. Auch Zahlungstermine können in Kassensystemen überwacht werden. Damit ist gewährleistet, dass der Landwirtschaftsbetrieb seinen Verpflichtungen immer pünktlich nachkommt und dass er seine Forderungen im Zweifelsfall zeitnah anmahnen kann. Natürlich kann auch in Molkereibetrieben mit Netzwerkkassen und Kassensystemen gearbeitet werden. Hierfür dürfte eine Kassensoftware so programmiert werden können, dass sie den betrieblichen Notwendigkeiten entspricht. Dann würde ein Kassensystem in der Molkerei als Vermittler zwischen Kassensoftware des Milcherzeugers und Kassensystemen im Einzelhandel stehen. Natürlich wird es keine Kommunikation mittels der Netzwerkkassen zwischen Handel und Produzent über die Vermittlung einer Molkerei geben. Aber die vom Erzeuger an die Molkerei übermittelten Daten können hier so verarbeitet werden, dass Molkereibetriebe ihrerseits dem Einzelhandel Daten über mögliche Liefermengen und Lieferzeiträume mitteilen können. Kassen, Kassensysteme und Netzwerkkassen sind mit individueller Kassensoftware eben nicht nur für den Handel geeignet. Dass mobile Kassen im Kassensystem in der Gastronomie zum Einsatz kommen und auch in der Hotelbranche modernste Kassensysteme mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten geben, ist ja auch hinlänglich bekannt. Aber eben auch in verschiedensten Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben sind Kassenlösungen möglich und sinnvoll. Das wird so manchem Milchbauern aber wohl kaum tröstlich erscheinen. Da aber schlicht zu viel Milch produziert wird, sind die Preise so dramatisch gesunken. Einige Milchproduzenten werden ihren Betrieb aufgeben müssen. Aber eben dadurch sinkt die Produktionsmenge und die Preise stabilisieren sich wieder. Die verbleibenden Produzenten werden dann wieder faire Preise für ihre Arbeit bekommen. Und das macht sich dann in den Umsätzen für bemerkbar, die sowohl über die Umsatzabrechnung mit Kassensystemen im Handel erkennbar werden als auch über diverse Erfassungen über Kassensoftware und andere Kassenlösungen, die in Molkereien und Landwirtschaftsbetrieben genutzt werden können.
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